Herausforderung Himalaya

Die Hima­la­ya Regi­on gehört zu den extrems­ten Jagd­rei­se­zie­len der Erde. Um ein Blauschaf auf­zu­spü­ren, eine scheue, selt­sam aus­se­hen­de Krea­tur, muss man höher ins Gebir­ge als bei der Jagd auf irgend­ei­ne ande­re Wild­art auf der Welt. Einen leich­ten Weg gibt es nicht.  Nach­dem wir vier müh­se­li­ge Tage über nack­te Fel­sen und Eis geklet­tert waren, erreich­ten wir auf 4.000 m Höhe das Lager III. Wäh­rend unse­res Auf­stiegs hat­ten wir meist mit stei­len Abhän­gen zu kämp­fen, und ein Absturz hät­te den siche­ren Tod bedeu­tet. Allein mit die­sem Risi­ko fer­tig zu wer­den, war schon anstren­gend genug. Außer­dem plag­ten mich Übel­keit, Kopf­schmer­zen und Schwin­del, alles siche­re Anzei­chen von Höhen­krank­heit.

Vor Son­nen­auf­gang hol­te ich mein Lei­ca Geo­vid HD-B 3000 und mei­ne Büch­se aus dem Zelt und folg­te einem der Jagd­füh­rer im schwa­chen Licht eines Schein­wer­fers. In Anbe­tracht der Extrem­si­tua­ti­on in Bezug auf Höhe, Tem­pe­ra­tur und höchst wahr­schein­lich auch Win­kel und Ent­fer­nung, war in jedem Fall aller­höchs­te Schus­sprä­zi­si­on erfor­der­lich. Ein unge­fäh­rer Schätz­wert wür­de hier nicht genü­gen. Um mei­ne Chan­cen auf einen siche­ren Schuss zu erhö­hen, hat­te ich mein Geo­vid mit mei­nen bal­lis­ti­schen Daten vor­pro­gram­miert.

Als die Son­ne auf­ging, mach­ten wir eine klei­ne Her­de Blauschaf­wid­der aus. Dar­un­ter befand sich ein für den Abschuss geeig­ne­tes, rei­fes Stück, das in den ers­ten Son­nen­strah­len äste. Wir klet­ter­ten auf eine Höhe von 5.000 m. Zwar hat­ten wir den Wind im Rücken, aber vie­le Mög­lich­kei­ten erga­ben sich in die­sem Gelän­de nicht. Wir beweg­ten uns so schnell wie es bei dem Man­gel an Sauer­stoff eben ging, um eine geeig­ne­te Schuss­po­si­ti­on zu errei­chen.

Als sich der Wid­der beweg­te, wur­de es Zeit für den Schuss, bevor er end­gül­tig Wind von uns bekom­men und absprin­gen wür­de. Im Bruch­teil einer Sekun­de hat­te mein Geo­vid Win­kel, Tem­pe­ra­tur, Luft­druck und Ent­fer­nung auf mei­ne indi­vi­du­el­len Bal­lis­tik­da­ten abge­stimmt. Ich kon­zen­trier­te mich voll auf den Moment. Atme­te tief durch… und trotz der schwie­ri­gen äuße­ren Umstän­de war mir ein per­fek­ter Schuss gelun­gen! Die­ses Stück Wild hat­te ich mir hart erar­bei­tet, und auf die­se har­te Arbeit war ich stolz. Ich ver­harr­te für eini­ge Minu­ten gedan­ken­ver­sun­ken bei mei­nem Wid­der. Still dasit­zend wur­de der Moment zu einer Erin­ne­rung, die ich habe und hal­ten wer­de. Es war ein beson­de­rer Augen­blick.

Lest kom­plet­ten Bericht in der aktu­el­len Hala­li. Wei­te­re span­nen­de Jagd­er­leb­nis­se fin­det Ihr außer­dem unter #mygeo­vid­mo­ment und bei Lei­ca

Text: Simon K. Barr

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr Beiträge von Jagd
Mehr aus der Kategorie Jagd